Pfarrgemeinde Maria Himmelskron

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Artikel der Kategorie Dezember, 2008

Programm der Erwachsenenbildung 1. Halbjahr 2009

Dezember 16, 2008 Von: Sekretariat Kategorie: Archiv, Erwachsenenbildung Comments Off

Lieber Mitglieder der Pfarrgemeinde Maria Himmelskron!

„Es gibt nichts Gutes, es sei denn man tut es.“ Mit diesem Sinnspruch am Anfang erhalten Sie rechtzeitig vor dem Jahreswechsel bereits das neue Bildungsprogramm für das 1. Halbjahr 2009 in der Hoffnung, dass es auch für Sie etwas Gutes bringt.
Mit rund 70 Einzelterminen bietet es wieder eine reichhaltige Auswahl an Bildungsangeboten für Körper, Geist und Seele für alle Interessenten.
Dass die Vortragsveranstaltungen mit 4 Terminen zur Verkehrssicherheits-schulung für Ältere aktive Verkehrsteilnehmer beginnen, ist auf das große Interesse vom Januar 2008 und das tolle Engagement von über 20 Teilnehmern für die persönliche Sicherheit im Straßenverkehr zurück zu führen.
Und dass mit AUTOFASTEN, den HEUSENSTAMMER ENERGIESPARTAGEN, dem Vortrag über NACHWACHSENDE ROHSTOFFE, und dem Besuch beim BIO-BAUERN OMMERT gleich vier ökologische Themen geplant sind, hat natürlich auch einen besonderen Grund: Die Erde ist uns nicht als Spielball menschlichen Genusses, sondern als Geschenk Gottes anvertraut- wie es Kardinal Lehmann ausdrückt- das es zu schützen und zu bewahren gilt. Deshalb wird auch in den kommenden Halbjahresprogrammen der Erwachsenenbildung, im Einvernehmen mit den gewählten Gremien in der Gemeinde, der Begriff der Nachhaltigkeit gem. der PASTORALEN LEITLINIE 14 für die Diözese Mainz eine Rolle spielen.
Wählen Sie also schon heute die Sie besonders ansprechenden Angebote aus und vermerken sie diese im Kalender.
Und natürlich dürfen Sie in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis Teilnehmer werben. Denn auch die Teilnahme an einem Bildungsangebot ist ein Beitrag zur Gestaltung eines aktiven und guten Gemeindelebens, zu dem wir Sie schon heute herzlich einladen.

Es freuen sich auf Ihre Teilnahme
Pfarrer Martin Weber und Rudolf Schmidt (Bildungsbeauftragter)

Informationen über die Kath. Erwachsenenbildung in unserer Pfarrgemeinde erhalten Sie beim Bildungsbeauftragten Herrn Rudolf Schmidt oder im Pfarrbüro.

Das Programm des 1. Halbjahres steht hier zum download bereit: Programm EWB 1. HJ 2009

Weihnachtspfarrbrief 2008

Dezember 16, 2008 Von: Sekretariat Kategorie: Pfarrgruppe Heusenstamm Comments Off

Predigt vom 1. Advent 2008

Dezember 03, 2008 Von: Sekretariat Kategorie: Archiv Comments Off

In dieser Rubrik finden Sie immer wieder einmal Predigten, die sich an den jeweiligen Sonntagslesungen orientieren oder ein aktuelles Thema aufgreifen.

1. Advent/B2008 - Advent: Zeit des Fragens, der Gnade, der Erwartung

Liebe Mitchristen,

nun sind wir wieder hineingegangen in die Zeit des Advents. Für uns Christen bedeutet das viel mehr als Weihnachtsmarkt und Einkaufsstreß. Der Advent – und da folge ich den drei Schriftlesungen dieses Sonntags – ist vielmehr eine Zeit des Fragens, der Gnade und der Erwartung!

Voller Fragen und Anfragen ist der Text aus dem Buch Jesaja. Der Hintergrund ist die Zerstörung Jerusalems im Jahr 586 v. Chr. und die Verschleppung großer Volksteile in das babylonische Exil: “Warum mußte es so weit kommen?“ – fragt der Beter. Und die Forderung: Gib Antwort Gott – und noch mehr: Reiß den Himmel auf und steig herab und rette uns! Ein bekanntes Adventslied hat dieses wuchtige Gebet aufgegriffen und auf den Erlöser Jesus hin gedeutet. Während unser Beten oft vornehm, domestiziert ist, geben die alttestamentlichen Beter ihr ganzes Leben ins Gebet hinein: Liebe, Hass, Verbitterung, Not, Hilferufe – und eben auch: ihre Fragen: „Wo bist Du Gott? Warum hilfst Du uns nicht?“ Das macht dieses Beten so authentisch, so ehrlich. Wir kennen das ja schon aus unserm alltäglichen Leben. Die langweiligsten Zeitgenossen sind doch die, die keine Fragen, sondern nur Antworten im Kopf haben. Die im Grunde alles schon wissen und denen jedes Gespräch als Plattform dient, Gelerntes abzuspulen. Dabei ist das Leben voller Fragen: an erster Stelle ich selbst, so vieles andere Fragliche um mich herum und die Frage aller Fragen: Gott. Wo wir das Fragen verlernen, verlernen wir auch den Zugang zu Ihm. Ein kluger Mensch hat einmal gesagt, daß das Fragen die alltägliche Form der Frömmigkeit sei. Allerdings mit dem Risiko es auszuhalten, daß es auf vieles keine Antwort oder noch keine Antwort gibt. Romano Guardini, der große Religionsphilosoph, hat einmal fein lächelnd, aber doch voller Ernst gesagt: „Wenn ich einmal bei Gott bin wird er mich gewiß vieles fragen, aber auch ich habe eine Menge Fragen an Ihn.“ – Daß unsere Fragen einmal eine Antwort bekommen, kann man nicht logisch ableiten – die Option, daß das Leben ins Leere geht, gibt es – sondern nur im Vertrauen annehmen. Dieses Vertrauen, das in der Aussage Guardinis zum Tragen kommt und auch beim Propheten Jesaja, wenn er sagt: „Du bist doch unser Vater!“

Damit aber sind wir schon beim zweiten Punkt. Der Advent ist eine Zeit der Gnade. Oder wie wir am Anfang gesungen haben: eine heilige Zeit. Denn er ruft uns neu ins Gedächtnis, was zum Grundbestand unseres Christ- seins gehört und wovon der Apostel Paulus nicht müde wird zu reden: daß wir in der Gnade Gottes leben. Daß uns das Entscheidende und Wichtigste in unserem Leben geschenkt wird: die Zuwendung Gottes. Vor allem, was wir tun und leisten, ist uns das geschenkt. Unsere Aufgabe besteht „nur“ darin, dies anzunehmen. Vielleicht wählt Gott deshalb diesen besonderen Weg zu uns: in dem Kind von Bethlehem. Weil schon der natürliche Impuls eines Menschen so ist, sich einem hilflosen Kind zuzuwenden, zu staunen über dieses Geschenk. Um so mehr sollten wir das bei dem Kind von Bethlehem tun, in dem uns der große Gott entgegenkommt und einen Raum der Gnade eröffnet.

Ich weiß, das klingt für viele unrealistisch. Die Welt scheint ihnen, bis auf wenige Nischen, ein gnadenloser Ort zu sein. Und doch: wer zur Welt Gott hinzudenkt hat einen neuen Zugang. Für den strahlt hinter all dem Grauen oder auch Überbeleuchteten unserer Tage ein Licht. Das Licht der Zusage Gottes: „Es ist gut, daß es dich, Mensch, gibt. Du bist geliebt. Du stehst in der Gnade.“ Von einem Menschen, von dem gesagt wurde, sie sei voll der Gnade ist Heil ausgegangen: Maria. Warum sollte nicht auch von uns Heil ausgehen, die wir doch auch in der Gnade Gottes stehen.

Ein drittes: Advent ist eine Zeit der Erwartung. Der Erwartung der Kinder auf Weihnachten. Aber doch noch mehr! Unserer Erwartung. Im Evangelium ist von der Erwartung der Knechte die Rede, die auf die Heimkehr ihres Herrn warten. Und Jesus sagt: bleibt wach, damit ihr diesen Augenblick nicht verpaßt. Wachen und Warten: das sind die Tätigkeitswörter der Erwartung. Aber es stellt sich uns die Frage: „Erwarten wir überhaupt etwas? Erwarten wir von Gott etwas? Oder sind wir vollgestopft mit so vielem anderen, so daß wir müde und träge sind?“

Die leisen Gesten des Advent sind Zeichen der Erwartung: Das „Grün“ der Adventskränze und Tannenbäume ist ein schlichtes Zeichen der Hoffnung; das flackernde Licht der Kränze und Kerzen im Rorateamt ein Verweis auf jenes große Licht, das an Weihnachten und am Ende der Zeiten kommen soll; die Lieder dieser besonderen Zeit wecken eine Sehnsucht in uns, die größer ist als all das, was man messen, wiegen und berechnen kann. Es ist jammerschade wenn man diese kleinen Zeichen erschlägt mit 1000 Watt Lichterketten und Stille Nacht Gedudel vom Endlosband.

Advent: eine Zeit des Fragens, der Gnade, der Erwartung. Eine besondere Zeit. AMEN