Zusatzblatt zur Fastenzeit
Liebe Schwestern und Brüder,
in diesen Tagen freuen sich noch viele an der Fastnacht und singen: „Am Aschermittwoch ist alles vorbei …“ Das mag ja für die Fastnacht stimmen – aber ich denke, es ist in vielen Bereichen auch gut zu wissen, wann man aufhören muss. Für uns Christen beginnt am Aschermittwoch zugleich etwas Neues. So wie die Israeliten 40 Jahre auf dem Weg waren, so wie Jesus 40 Tage in der Wüste gefastet hat, so treten wir ein in die 40 Tage der Fastenzeit, der österlichen Bußzeit. Wir wollen uns wieder neu ansprechen lassen von dem Ruf Jesu: „Kehrt um und glaubt an das Evangelium!“ und nachspüren, ob und welche Bedeutung der Glaube an Gott für uns hat, ob er unserem Leben noch Ziel und Richtung gibt. So ist diese Zeit nicht nur für den Einzelnen wichtig, sondern für unsere Gemeinden. Kein Wunder, dass sich das auch wiederspiegelt in so manchen Angeboten, die Sie in diesem Zusatzblatt finden. Ich empfehle Sie Ihrer Lektüre: Es lohnt sich diese Tage in besonderer Weise zu nutzen.
„Am Aschermittwoch fängt alles erst an …“ Lasst uns aufbrechen und uns auf den Weg machen. Wie jeder Weg bedarf es auch hier der Überwindung: anzufangen, zu gehen, nicht zu resignieren, ankommen. Der Weg der Fastenzeit lohnt sich, denn es ist ein Weg zum Licht, das uns Gott an Ostern schenken will. Aber den ersten Schritt müssen immer Sie machen!
In diesem Sinne eine gute und gesegnete Fastenzeit.
Martin Weber
Pfarrer




