Artikel der Kategorie ‘Archiv’
Ostern - 04.04.2010
Ostern: „Das Fest“, „Heute“, „Dafür sind wir Zeugen“
Liebe Schwestern und Brüder,
wir feiern Ostern, das „Fest der Feste“, den Mittel- und Höhepunkt des Kirchenjahres. Die empirische Wirklichkeit aber sieht anders aus. Das gelebte Christentum – so meinte vor kurzem der Theologe Matthias Morgenroth – sei vor allem ein „Weihnachts – Christentum“. Weihnachten, so meinte er, sei die poetisch- spielerische Festreligion, die ganz vom Diesseits her gesehen werden könne. Mit anderen Worten: da ist von solchen Zumutungen wie der Auferstehung oder gar dem Glauben an einen Himmel nicht die Rede. In der Tat: damit tun sich viele schwer: an eine Auferstehung zu glauben, damals die von Jesus oder gar an das eigene Weiterleben nach dem Tod. Entsprechende Umfrageergebnisse könnte man leicht heranziehen. Aber hilft uns das weiter? Das war vor 2000 Jahren ja nicht viel anders. Die Jünger waren keine Traumtänzer. An so etwas wie Auferstehung konnten auch sie nicht glauben. Wenn es denn nicht passiert wäre! Der Engel, ein Bote Gottes weist auf die Möglichkeiten Gottes hin: „Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten?“ Der Tod kann Den nicht festhalten, in dem das Leben Gottes selber ist: Er ist stärker als der Tod. Das ist eine so starke und umstürzende Erfahrung, daß Paulus später schreibt: „Wäre Christus nicht auferstanden, dann wäre euer Glaube sinnlos. Ihr wärt noch in euren Sünden und die Entschlafenen verloren. Nun aber ist Christus von den Toten auferweckt worden….“
Es geht also nicht bloß um die Auferstehung Jesu, es geht um unsere eigene Auferstehung. Beides ist nicht zu trennen. Wenn Christus wirklich lebt, dann sind alle, die zu ihm gehören, in dieses Leben mit hinein genommen. Denn Ostern ist das Fest des ganzen Leibes Christi, des Hauptes und der vielen Glieder. Das ist so wie bei einer Seilschaft - also einer Gruppe von Bergsteigern, die im gleichen Seil hängen – wo der Führer den Gipfel als erster erreicht hat und es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis die anderen nachkommen. So ähnlich ist es mit Ostern: Christus ist vorangegangen und wir werden ihn zum Ziel folgen. Zur Seilschaft gehören wir aber durch unsere Taufe. Deshalb hat die Taufwasserweihe und die Tauferneuerung in der dieser Zeit eine so große Bedeutung. Wer getauft wird, - so sagt es Paulus - ist mit Christus gestorben und auferstanden. Allerdings muß sich das in einem Leben zeigen, das von Gottes – und Nächstenliebe geprägt. Das ist die Neuheit des Evangeliums, daß Christus uns zur Liebe befreit hat. Wo wir dies vergessen, verraten wir Ihn und sein Evangelium. So geschieht Auferstehung nach unserem Tod, schon hier und heute in unserer Taufe, aber auch überall dort, wo wir ehrlichen Herzens lieben, vergeben, helfen, teilen und Gutes tun.
Ein letzter Gedanke: Ostern lebt von den Zeugen. Das Evangelium berichtet von den Frauen, die zum Grab kommen – als erste wird Maria Magdalena genannt - und von Johannes und Petrus. Sie geben weiter, was sie erfahren haben und wie ihnen aufgegangen ist, daß Jesus lebt. Dabei ist ihr Zeugnis individuell. Da ist Maria Magdalena, eine Frau, die ganz früh zum Grab geht, weil die Liebe sie treibt. Da ist Johannes, der Lieblingsjünger seines Herrn, der beim Letzten Abendmahl ganz nah bei seinem Herrn war und bis unter dem Kreuz treu geblieben ist Und da ist Petrus, der Fels und ach so schwache Apostel, der seinen Meister dreimal verleugnet hat und am meisten Zeit braucht, bis er versteht. Aber alle sind sie Zeugen, die die frohe Botschaft weiter sagen. Von solchen Zeugen lebt die Kirche. Menschen, die uns darauf hinweisen: Jesus lebt und in der Gemeinschaft mit Ihm werdet auch ihr leben. Solche Zeugen sind heute notwendiger denn je. Denn die Gemeinschaft der Glaubenden ist in einer Krise. Es gab und gibt das schreckliche Verbrechen des Mißbrauchs in unseren Reihen. Wenige waren es zwar, aber gerade in der Kirche ist es doppelt verwerflich. Dazu kam ein Verdrängen und Vertuschen solcher Fälle und auch damit haben Kirchenvertreter Schuld auf sich geladen. Wiewohl man auch sagen muß: die Zahlen im kirchlichen Bereich sind verschwindend gering im Vergleich zu den wirklichen Dimensionen des Mißbrauchs in unserer Gesellschaft. Dazu kommt, daß manche Medien das Ganze zu einer Generalabrechnung mit der Kirche nutzen und dabei den Begriff des Mißbrauchs so ausweiten, daß er seine Konturen verliert. – Auf jeden Fall ist die Glaubwürdigkeit der Kirche arg ramponiert. In einer solchen Situation brauchen wir Zeugen, die die frohe Botschaft weiter sagen, so wie es Maria Magdalena und auch Petrus getan haben. Zeugen sind Menschen, die zeigen, daß Jesus bei ihnen eine besondere Rolle hat und die erfahren haben, daß Gott auf den manchmal krummen Zeilen ihres Lebens dennoch gerade schreibt. So lade ich Sie alle ein – und schließe mich darin ein: Laßt uns Zeugen sein für Jesus Christus, der am heutigen Tag den Tod überwunden hat.
AMEN
Karfreitag - 02.02.2010
Kreuzverehrung - wider die Gewöhnung
Liebe Schwestern und Brüder,
wir Menschen gewöhnen uns an vieles - sogar an das Kreuz haben wir uns gewöhnt. Als Schmuck, in den Wohnungen, als Feldkreuze - eben als selbstverständliches Symbol der Christen. Erst wenn muslimische Gelehrte sagen, dass das Kreuz für sie unerträglich ist oder ungläubige Eltern dagegen klagen, dass man so etwas Schreckliches wie das Kreuz ihren Kindern doch nicht zumuten kann, da halten wir inne und merken: so selbstverständlich ist das Kreuz gar nicht. Im Übrigen auch für die Christen selber nicht. In den ersten Jahrhunderten sah man das Kreuz als Schande und verdrängte es so gut es eben ging. Erst nach der Konstantinischen Wende und dann mit dem Konzil von Ephesus im Jahre 431 wurde das Kreuz offiziell das Zeichen der Christen.
Es hat eben Zeit gebraucht, um annähernd zu verstehen, was das Kreuz bedeutet. Zu akzeptieren, dass gerade das Kreuz der Ort ist, wo anschaubar wird, wie Gott ist. Einen ersten Zugang dazu bietet der berühmte Hymnus des Philipperbriefs: Er - Christus - entäußerte sich und wurde wie ein Sklave. Er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod. Genau das geschieht am Kreuz: es ist der Ort, wo sich Christi Liebe für uns am deutlichsten zeigt. Sein ganzes Leben war Hingabe - und am Kreuz gibt er dieses Leben hin.
Aber das Kreuz lässt uns nicht nur auf den Tod schauen. Kreuz, das heißt zugleich auch: Verrat und Verleugnung, Hohn und Spott, Qualen des Leibes und der Seele und schließlich auch die Erfahrung der Gottesferne! So verdichtet sich im Kreuz alle Bosheit und Schuld der Welt. Jesus - der Schuldlose - trägt es ans Kreuz und zeigt unüberbietbar die ganze Macht des Bösen. Wenn wir Menschen auf das Kreuz blicken, so erkennen wir daran auch unseren Hass und Neid, unsere Aggression und Rücksichtslosigkeit. All die Sünden gegen Wehrlose und Abhängige, auch all das was Missbrauch heißt und bedeutet.
Das Kreuz ist aber nicht nur ein Zeichen für Bosheit und Schuld, sondern auch für die Vergeblichkeit und Ohnmacht des menschlichen Lebens. So sehr wir uns bemühen, das Leben immer angenehmer zu gestalten: es bleiben Leiden, Verzweiflung, nicht gelebte Träume, Angst, Vergeblichkeiten, Schuld, Versagen und schließlich der Tod. Das menschliche Leben wird immer fragmentarisch sein. Auch dafür steht das Kreuz. Es scheint uns also hinzuführen zum Nullpunkt, es scheint Ausdruck all dessen zu sein, was wir fürchten.
Nullpunkt Kreuz! Und genau hier setzt Gott einen neuen Anfang. Indem er selbst in seinem Sohn Jesus freiwillig alles Negative trägt, wandelt er es zugleich und nimmt aller Schuld und selbst dem Tod die Macht. In der Johannespassion - die wir gehört haben - ist das Kreuz nicht nur das Zeichen des Todes, sondern des Sieges und der Verherrlichung. Das Holz des Kreuzes wird zum Baum des Lebens. Natürlich: Johannes sieht das Kreuz schon im Lichte der Auferstehung. Erst in ihrer Einheit können wir beides recht verstehen.
Nur so macht die Kreuzverehrung, das zentrale Element der Karfreitagsliturgie, Sinn. Wir verehren nicht das Zeichen des Todes, sondern des Lebens. Und sagen dem gekreuzigten Herrn: In deinem Kreuz beschlossen liegt meine Hoffnung und Zuversicht, in deinen Wunden ist auch mein Leben geborgen.
Liebe Schwestern und Brüder,
sich nicht einfach an das Kreuz gewöhnen, sondern neu und immer wieder erstaunt hinblicken auf Den, der sich für uns dahingegeben hat. Dass uns dies gelingt, dabei hilft die Liturgie durch den Ritus der Enthüllung des Kreuzes. So wollen wir das Kreuz unseres Herrn und Ihn selber ehren. Nachher bei der Kreuzverehrung und durch unser ganzes Leben.
AMEN
(Manche Inspirationen dieser Predigt sind entnommen aus: Gisbert Greshake: Und das ist heute)
Bußandacht - 28.03.2010
Gewissenserforschung anhand den „Werken der Barmherzigkeit“
In den Predigten der Fastenzeit waren in diesem Jahr die „Werke der Barmherzigkeit“ der rote Faden. Sie sollen uns auch bei dieser Bußandacht helfen, unsere Umkehr konkret werden zu lassen. Wir sind berufen, „Boten der Barmherzigkeit Gottes“ zu sein und versagen bei dieser Aufgabe doch allzuoft. Ich möchte Sie einladen, die „Werke der Barmherzigkeit“ noch einmal anzuschauen:
1) „Hungrige speisen und Durstige tränken“:
Berührt mich die Not anderer Menschen und bin ich bereit zu helfen? Oder finde ich tausend Ausreden, „nichts“ zu tun!?
Bin ich im Umgang mit Anderen geizig und berechnend oder bemühe ich mich darum – im Rahmen meiner Möglichkeiten – großherzig zu sein?
Menschen hungern nach einem guten Wort, nach Zuwendung. Habe ich dafür ein Gespür: in der Familie, im Berufsleben? Merke ich, daß ich immer auch Verantwortung für andere Menschen habe? Eine Verantwortung, die ich nicht delegieren kann.
Auch ich brauche immer wieder die Hilfe Anderer. Kann ich Hilfe annehmen oder bin ich zu stolz dafür? Kann ich Gottes Hilfe annehmen?
2) „Fremde beherbergen und Nackte bekleiden“
Bin ich ein gastfreundlicher Mensch? Sind die Türen meiner Wohnung offen oder verschlossen?
Rede ich lieber über Andere als mit ihnen? Mit wem müßte ich demnächst etwas klären?
Sehe ich „Fremde“ nur als Bedrohung und spreche entsprechende Parolen einfach nach?
Wo habe ich die Würde Anderer verletzt? Wo habe ich üble Nachrede praktiziert oder intime Dinge Dritter ohne Not weiter gegeben?
Wie ist es mit meiner Geschlechtlichkeit? Habe ich Andere nur benutzt, um persönliche Befriedigung zu erfahren?
3) „Gefangene erlösen und Kranke besuchen“
Wo bin ich in mir gefangen: Süchte, böse Gedanken, verbohrte Ideen?
Urteile ich schnell über Andere oder habe ich ein Gespür dafür, daß ich selbst oft auf dünnem Eis stehe? Macht mich das zuweilen demütig oder muß ich dauernd angeben?
Wie gehe ich mit Leuten um, die mich enttäuscht haben? Lasse ich sie schnell, allzu-schnell fallen?
Scheue ich mich davor, kranke Verwandte oder Freunde zu besuchen? Wenn ja, warum eigentlich?
Wie ist es mit meinen alten Eltern oder sonstigen alten Menschen: habe ich sie abgeschrieben oder sorge ich mich um sie? Bin ich mir bewußt, daß ein kleiner Besuch mehr wert ist als tausend schöne Worte?
4) „Irrende zurechweisen- Unwissende lehren – Zweifelnden recht raten“
Kann ich Kritik von Anderen annehmen?
Wie ist es mit meiner Kritik: formuliere und meine ich sie so, daß sie Anderen hilft oder will ich sie eher verletzen?
Gebe ich durch mein Verhalten Zeugnis vom barmherzigen Gott?
Helfe ich Anderen in schweren Situationen durch einen glaubwürdigen Rat?
5) „Trauernde trösten -Lästige geduldig ertragen“ – Denen, die uns beleidigen, gerne verzeihen.“
Wann habe ich das letzte Mal Jemanden getröstet? Kann ich von dem Trost sprechen, den uns, den mir der Gaube schenkt?
Habe ich einmal versucht, Leute, die mir auf „die Nerven gehen“ ganz besonders herzlich zu behandeln? Bin ich schnell bei der Hand, wenn es darum geht andere als „lästig“ oder „peinlich“ abzustempeln?
Kann ich verzeihen? Nehme ich die Versöhnungsbereitschaft Anderer an?
6) „Tote begraben – Für Lebende und Verstorbene beten“
Bete ich für andere: privat, in der Messe? Welchen Stellenwert hat das Gebet für mich? Nehme ich mir Zeit dafür?
In der heiligen Messe wird für Verstorbene gebetet. Bin ich mir bewußt, daß die Messe das große Dank- und Versöhnungsopfer Christi ist?
Denke ich daran, daß ich einmal sterben muß - oder schiebe ich jeden Gedanken an den Tod weit von mir weg?
Wie lebendig ist in mir die Hoffnung, daß Gott stärker ist als der Tod? Wie bereit bin dafür, Ostern zu feiern als das Fest an dem Christus den Tod endgültig entmachtet hat?
Fünfter Fastensonntag - 21.03.2010
Liebe Schwestern und Brüder,
die Barmherzigkeit, von der in der Predigten dieser Fastenzeit die Rede ist, leuchtet heute auch im Namen dieses Sonntags auf. Den fünften Fastensonntag nennen wir den Misereor- Sonntag. So heißt das Hilfswerk der deutschen Katholiken für notleidende Menschen in der sog. Dritten Welt. Die Kollekte dieses Sonntags ist heute für „Misereor“ bestimmt und schon jetzt sage ich Ihnen im Namen der Menschen, denen es zugute kommt, ein herzliches Vergelt`s Gott! Das ist eine Art, barmherzig zu handeln. So heißt Misereor auch übersetzt: „Mich erbarmt der Menschen“. Ein Wort Jesu also, daß über diesem Sonntag steht.
Dazu paßt auch sehr gut das Evangelium. Jesus handelt barmherzig an der Ehebrecherin. Sie alle kennen dieses Stelle und vor allem Jesu genialen Satz: „Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein!“ Von Kindesbeinen an hat mich dieses Evangelium fasziniert, seine Spannung und Dramatik - und nicht ohne Gänsehaut liest und hört man immer wieder, daß es solche Steinigungen in manchen Gegenden der Erde bis heute gibt.
Besonders beeindruckend finde ich die Beschreibung, wie Jesus sich in aller Seelenruhe zweimal bückt und mit seinem Finger etwas auf die Erde schreibt. Was er da geschrieben hat, darüber haben sich Generationen von Bibelauslegern Gedanken gemacht, ohne zu einem Ergebnis zu kommen. Für mich ist die Geste selbst interessant: das Schreiben in den Sand. Als Sinnbild des Innehaltens, des Gestaltens, des Nachdenkens. Als ein deutlicher Kontrast zu den Steinen, die die Männer in den Händen halten. Steine sind hart und fest, der Sand ist weich und gestaltbar. Steine lassen keinen Raum für Barmherzigkeit, der Sand schon. Und so ist für mich der Sand auch ein Sinnbild für die Art und Weise, wie wir Barmherzigkeit praktizieren. Wir haben in den letzten Wochen von den leiblichen und geistigen Werken der Barmherzigkeit gesprochen. Das sollten Anregungen für uns sein, darüber nachzudenken, wo Barmherzigkeit in unserem Leben Gestalt annehmen kann. Drei weitere drei Werke möchte ich heute noch ergänzen: Trauernde trösten, Lästige geduldig ertragen, denen, die uns beleidigen, gerne verzeihen. Auch dazu wieder einige Anregungen: aber einschreiben in den Sand ihres Lebens, gestalten und formen müssen Sie das Ganze!
„Trauernde trösten“ heißt es da. Da gilt es sensibel zu sein, den Menschen keine Steine zu geben. Durch vorschnellen Trost: „Alles halb so schlimm“!“ Durch zu viele Worte und kluge Einfälle: „das mußt Du so und so sehen.“ Trösten besteht meist nicht aus Worten, sondern aus der schlichten Präsenz, aus dem bei- jemand- sein und bleiben! Und dann erst Worte: die von Zeiten reden, in denen es mir selbst schlecht ging, ich des Trostes bedurfte und was mir da geholfen hat. Da hat auch der Trost des Glaubens seinen Platz.
„Lästige geduldig ertragen“ – als ich das las und durchdachte mußte ich schon ein wenig grinsen. Jeder hat ja da so einige Zeitgenossen im Sinn, die einem auf die Nerven gehen; denen man versucht auszuweichen, bei denen man die „Platte“ schon genau zu kennen meint. Bevor dann vielleicht der Gedanke kommt: vielleicht bin auch ich so manchem lästig. Mit meiner Art, meinen Macken, meinen Fehlern. In der Tat sind wir alle einander immer wieder eine Last. Wir wollen ertragen sein. Ich glaube das ist zwar keine hohe, aber eine heilsam demütig machende Sicht: daß wir uns im Leben immer wieder gegenseitig ertragen müssen. Und bei einem Wort bin ich da noch zusätzlich hängen geblieben: „geduldig“ ertragen!“ Das ist eine besondere Form der Barmherzigkeit, geduldig mit anderen zu sein. Je nach Temperament fällt das sehr schwer. Mir hilft dabei immer der Verweis auf Gottes Geduld mit uns Menschen wie geduldig ist Er mit seinem Volk, mit einem jeden von uns. Auch mit mir: Gott sei Dank!
Und als letztes: „denen, die uns beleidigen gerne verzeihen“. Wir kennen das Gebot Jesu, immer wieder zu verzeihen. Ich will jetzt gar nicht darauf eingehen, daß das oft sehr schwer ist. Beleidigungen verletzen! Wie Steine, die geworfen werden und sehr genau treffen! Ein Verzeihen, das vom Kopf auch ins Herz geht, braucht seine Zeit. Und doch ist es eine Form des Erbarmens. An erster Stelle übrigens uns selbst gegenüber: Es tut gut, loslassen zu können, Groll, Wut und Hass zu überwinden. Ohne barmherziges Verzeihen könnten aber auch Wunden in Ehen, Familien, Gemeinden und Gemeinschaften nie heilen. Deshalb der Ruf „gerne“ zu verzeihen.
AMEN
Vierter Fastensonntag - 14.03.2010
Liebe Mitchristen,
bei unserem Rundgang gelangen wir heute zu den sog. geistigen Werken der Barmherzigkeit. Drei davon möchte ich heute ansprechen: „Irrende zurechtweisen“ – „Unwissende lehren“ und „Zweifelnden recht raten“. Vielleicht sträuben sich dem einen oder anderen bei dieser Aufzählung ein wenig die Nackenhaare. Das klingt so von „oben herab“. Zurechtweisen, lehren, Ratschläge geben. Das ist eine Art von Christentum, die wir doch gar nicht mehr wollen. Und in der Tat: uns allen und der Kirche als Ganze tut weniger Selbstgerechtigkeit und mehr Bescheidenheit gut. Dennoch redet die Tradition davon, daß das Werke der Barmherzigkeit sind. Schauen wir uns das „Barmherzige“ an diesen Werken etwas genauer an.
„Irrende zurechtweisen“ hat viel damit zu tun, wie wir mit Kritik, wie wir mit Fehlern anderer umgehen. Sie alle wissen aus ihrem privaten und beruflichen Leben, daß das nicht einfach ist. Kritik zu üben: manchen fällt das ja leicht, die schießen aus vollen Rohren. Andere überlegen lange: wie kann ich dem anderen das sagen, was mich an ihm stört. Und ebenso ist das mit dem Annehmen von Kritik: die einen lassen es an sich abperlen, die anderen quälen sich damit herum. Doch all diese Verhaltensweisen bringen uns nicht wirklich weiter, sondern produzieren nur Frust. Christen sollten die Maxime haben nicht übereinander, sondern miteinander zu reden. Mit Ehrlichkeit und Fingerspitzengefühl. Kritik soll so formuliert werden, daß der andere sie annehmen kann, daß er sein Verhalten „neu“ ansehen kann und daß er aufgerichtet und gestärkt seinen Weg gehen kann. In einem solchen Gespräch darf es keinen Gewinner oder Verlierer geben. Vielmehr sollte es eine „win- win“ Situation sein, in der beide sich als Gewinner fühlen. Nur dann ist die Zurechtweisung des Irrenden ein Werk der Barmherzigkeit!
„Unwissende lehren“. Sokrates hat das Lehren einmal mit der Hebammenkunst verglichen. Wie eine Hebamme die Geburt eines Menschen unterstützt, so hilft ein Lehrer seinen Schülern, daß sie die Welt mit neuen Augen sehen können. Das größte Kompliment ist es deshalb, wenn jemand sagt: „Das habe ich ja noch nie so gesehen“ – Oder: „Da sind mir ganz neue Horizonte aufgegangen.“ Jesus war ein Lehrer der besonderen Art. Er lehrt die Menschen, Gott neu zu sehen. Er tut dies vor allem in seinen Gleichnissen. Eines der berühmtesten: das vom „guten Vater“ oder „verlorenen Sohn“ - haben wir vorhin gehört. Jesus wirft die Gottesbilder seiner Zeit über den Haufen und lehrt die Menschen: Gott ist unendlich liebend, großzügig und vergebungsbereit – preßt ihn nicht hinein in die kleinen Schablonen eurer Logik und Vorstellungen, wie es doch sein müßte. Anselm Grün schreibt dazu: „Es ist eine ganz wichtige Aufgabe der Kirche, die christliche Botschaft so zu verkünden, daß die Unwissenden wieder sehen lernen, daß sie die barmherzige und menschenfreundliche Botschaft Jesu mit neuen Augen sehen und so den Weg zum Leben finden“.
„Zweifelnden recht raten“ - das dritte Werk der geistigen Barmherzigkeit. Guter Rat ist zwar „teuer“, wie es im Sprichwort heißt, aber andererseits sind Ratschläge auch Schläge, wie es uns die Psychologie nahelegt. Was stimmt denn jetzt? Ich glaube, Ratschläge sind da Schläge, wo der Ratsuchende spürt: der andere hat sich gar nicht auf mich eingelassen, der ist nicht mit hineingegangen in meine Verwirrung und Verzweiflung. Es mag ja sein, daß er „Richtiges“ sagt, aber ich kann das einfach nicht annehmen, im Gegenteil: es hilft mir kein bißchen. Ein „guter Rat“ zeichnet sich demgegenüber aus, daß ich merke: der andere sorgt sich wirklich um mich. Und es gelingt ihm durch seine Worte und Gesten, mich an eigene Stärken, oder modern ausgedrückt: Ressourcen zu erinnern. Ressourcen, die dann helfen klarer zu sehen, Verwirrung oder gar Verzweiflung zu überwinden.
Paulus rät uns in seinem Brief an die Korinther: Laßt euch mit Gott versöhnen. Denn ER, Christus, ist ganz und gar hineingegangen in unser Leben – bis hin zum Kreuz. Bei Ihm und in Seiner Nähe wird unser Leben klar und licht. Er ist der Grund unserer Hoffnung.
AMEN
Dritter Fastensonntag - 03.03.2010
Liebe Mitchristen,
„Gefangene erlösen und Kranke besuchen“ – zwei Werke der Barmherzigkeit, die man unter dem einen Begriff des „Besuches“ zusammen fassen kann. Wir handeln barmherzig, wenn wir Menschen besuchen. Und man kann hinzufügen: Menschen, die sich in schwierigen Situationen befinden.
Bei den Gefangenen ist diese „schwierige“ Situation offensichtlich. Sie haben sich etwas zuschulden kommen lassen. Deshalb sitzen sie ihre Strafe ab. Damit wollen wir im Regelfall nichts zu tun haben. Warum solche Leute besuchen? Die sind doch selber schuld! Aber: auch sie haben ihre Würde und sind immer „mehr“ als bloß die Summe ihrer bösen Taten. Christen glauben daran, daß es auch in diesen Menschen einen Raum gibt, wo Gutes wachsen kann. So wie auch der scheinbar unfruchtbare Feigenbaum das Potential in sich hat, Früchte zu tragen. Zumindest, wenn man ihm die Chance dazu gibt.
Dieses Werk der Barmherzigkeit scheint aber dennoch weit weg von uns zu sein, so wie Gefängnisse in dem Leben der meisten von uns weit weg sind. Und doch stellt es uns unangenehme Fragen. Zum Beispiel, wie es mit dem „Dunklen“ in uns selber bestellt ist. Es ist ja leicht zu sagen: dort sind die Bösen, hier die Guten. In uns spüren wir, daß diese Trennung nicht so einfach ist. Paulus schreibt im Brief an die Korinther einen bemerkenswerten Satz: „Wer also zu stehen meint, der gebe acht, daß er nicht fällt.“ Dahinter steckt die Erfahrung: Es braucht oft gar nicht so viel, daß ein Leben aus den Fugen gerät. Und dann in ganz anderen Bahnen verläuft, als es geplant war. Kleine Stellschrauben können große Veränderungen bewirken: zum Guten, aber eben auch zum Schlechten. Diese Einsicht sollte uns bescheiden machen und wenn wir unser allzu gewiß und zu selbstgerecht sind. Dann kann der Satz des Paulus uns helfen auf dem Boden zu bleiben: „Wer also zu stehen meint, der gebe acht, daß er nicht fällt.“
Die andere Anfrage: Wie gehen wir mit Menschen um, die strafrechtlich oder moralisch oder sonstwie schuldig geworden sind? Sicher kennt jeder da Beispiele aus seiner eigenen Umgebung. Für manche ist das eine klare Sache. „Ab jetzt sind wir geschiedene Leute“ oder: „den würdige ich keines Blickes mehr“. Da werden Menschen ganz schnell fallen gelassen wie die sprichwörtliche „heiße Kartoffel“. Menschlich gesehen mag das oft verständlich sein, aber: christlich ist es nicht! Christlich ist es die Nähe auch und gerade zu denen zu bewahren, die man durchaus mit gutem Grund meiden könnte. So zumindest hat es Jesus vorgelebt und so bringt er es uns im Evangelium nahe. Wo es heute heißt: Es lohnt sich nicht darüber zu spekulieren, wie schuldig die anderen sind. Wir alle bedürfen der permanenten Umkehr. Drum fange bei dir selber an.
„Kranke besuchen“ – ein weiteres Werk der Barmherzigkeit. Dazu muß man nicht viel sagen: Die Krankenhäuser, Altenheime und „Seniorenresidenzen“, wie sie im Schönsprech heißen, sind voll von Menschen, die von oft überforderten Pflegern halbwegs gut versorgt, aber von niemanden besucht werden. Wir sind eine Gesellschaft in der nur der zählt, der gebraucht wird. Viele haben das schon schmerzlich erfahren. Kaum ist man durch eine Krankheit außer Gefecht gesetzt, merkt man wie Kontakte von heute auf morgen ausbleiben. Oft ist das gar kein böser Wille, aber es gibt da eine diffuse Angst, Kranke zu besuchen. Was soll ich da bloß reden? Da werde ich ja daran erinnert, daß auch ich krank werden kann! Was wenn von Tod oder Sterben die Rede ist? - Themen die ich doch am liebsten meide. Und je mehr ich mir solche Fragen stelle, desto mehr Gründe finde ich Kranke nicht zu besuchen. Das aber ist fatal: denn kranke, alte und einsame Menschen wollen von uns keine Antworten. Was sie wollen ist unsere Nähe, unser Da- sein, unsere Präsenz. In der wunderschönen Lesung aus dem Buch Exodus offenbart sich Gott als der „Ich bin da“. Und man könnte ergänzen: „Ich bin für euch da!“. Eine Name, der zugleich eine Verheißung und ein Versprechen ist! Wenn wir durch unser Tun anderen signalisieren können: Ich bin für euch da, dann sind wir Mitarbeiter Gottes, seine Hände und Füße in unserer Welt.
Nicht weit von hier gibt es das Altenpflegeheim der Arbeiterwohlfahrt. Seit über einem Jahr gibt es in unserer Gemeinde einen Besuchsdienst. Die Mitarbeiter in diesem Besuchsdienst besuchen einmal in der Woche einen alten Menschen, der sonst wenig Besuch bekommt. Das ist keine Überforderung, ist aber doch genug, daß eine persönliche Bindung entstehen kann. Vorlesen, bei schönem Wetter etwas Herumgehen- oder Fahren oder einfach die Frage: „Wie geht es denn“ stehen auf dem Programm. Nichts Spektakuläres also, aber etwas von dem viel Segen ausgeht. Vielleicht auch eine Aufgabe für Sie? Einmal in der Woche eine Stunde Zeit aufbringen für jemanden, der sich über Ihren Besuch sehr freut! Wer sich das vorstellen kann: Sprechen Sie mich oder Eva Kwasniok an, die diesen Besuchsdienst leitet! Neue Mitarbeiter sind mehr als willkommen.
Übrigens: ein Besuch ist nicht nur für körperlich Kranke heilsam, sondern auch für psychisch kranke Menschen. Auch für diese Menschen ist ein persönlicher Kontakt die beste Medizin und Therapie. Es kommt dabei nicht auf einen Psychoblick an, sondern darauf daß ich diese Menschen mit den Augen des Glaubens anschaue und schlicht und einfach barmherzig bin.
AMEN
Zweiter Fastensonntag - 28.02.2010
Fremde beherbergen- Nackte bekleiden
Liebe Schwestern und Brüder,
um die Werke der Barmherzigkeit geht es in den Predigten der Fastenzeit. Hungernde speisen und Durstige tränken, das war Thema am ersten Fastensonntag. Heute nun: Fremde beherbergen und Nackte bekleiden.
„Fremde beherbergen“ – zu diesem Werk der Barmherzigkeit gäbe es vieles zu sagen. Ich möchte aber nur einen Aspekt herausgreifen, der einen alten Gedanken mit einer neuen Herausforderung verbindet. Der alte Gedanke ist der der Gastfreundschaft. Das Alte und Neue Testament betonen den Wert der Gastfreundschaft und berichten davon auch in ergreifenden Beispielen. Und der heilige Benedikt ermahnt seine Brüder in den Gästen Christus zu sehen. Ich denke, dass auch wir als christliche Gemeinde daran gemessen werden, ob wir als gastfreundlich empfunden werden. Die neue Herausforderung ist es nun, daß wir in einer multikulturellen Gesellschaft leben. Die Fremden sind uns nahe gekommen. Und nur Gutmenschen behaupten fröhlich, dass das doch alles kein Problem sei. Im Gegenteil: da gibt es viel Schwieriges und Problematisches. Wie in unserem Land „Integration“ gelingt, wird eines der großen Themen der Zukunft sein. Dafür gibt es kein Patentrezept. Aber ein Anfang kann da gemacht werden, wo Menschen einander kennen lernen. Und das geschieht am besten von Angesicht zu Angesicht. „Fremde beherbergen“ könnte ja durchaus bedeuten, den ausländischen Nachbar oder den langjährigen Mitarbeiter einmal nach Hause einzuladen. Nur so lernen wir wirklich einander kennen und reden nicht bloß in Stereotypen übereinander. So beginnt Integration!
Das andere Werk der Barmherzigkeit – „Nackte bekleiden“ - scheint dagegen, zumindest in unserer Gesellschaft - überholt. Wie ertrinken ja schon fast in Klamotten. Billige Massenware aus China überschwemmt unsere Märkte. Gewiss: es ist, trotzdem, gerade für Leute mit einem kleinen Geldbeutel, für Familien und andere oft gar nicht so einfach, gute Kleidung zu annehmbaren Preisen zu bekommen. Gut dass es da in Heusenstamm das Angebot der Ökumenischen Kleiderkammer gibt. Engagierte Mitarbeiterinnen aus allen christlichen Gemeinden bieten zwei Mal in der Woche gute Kleidung zu ganz geringen Preisen oder im Notfall auch zum Nulltarif an. – Sicher ist das ein Aspekt des „Nackte bekleiden“.
Aber ich denke, man kann dieses Werk der Barmherzigkeit auch „übersetzen“. Vielleicht so: Kleider besitzen immer eine Schutzfunktion. Sie schützen vor Kälte, Wind und Regen. Sie bedecken aber auch die Intimität eines Menschen. Das gibt es – bei aller verschiedenen Ausprägung – in allen Kulturen. Der Schutz von Intimität und das nennt man Scham. Fehlende Schamhaftigkeit ist kein Gewinn, eher ein Zeichen von Verwahrlosung. Scham, so hat einmal jemand gesagt, ist die „Eierschale der Menschenwürde“. Und überall wo Menschen diese Grenze bei einem anderen überschreiten, beginnt Missbrauch.
Da werden Menschen nicht bekleidet, sondern entkleidet: ihrer Würde nämlich. Solcher Missbrauch beginnt, wenn ich einen anderen ohne Not bloßstelle, wenn ich seine Fehler öffentlich mache, wenn ich Grenzen nicht respektiere, wenn ich Seelen verwüste. Es ist kein Zufall, daß ich dieses Wort benutze. In den letzten Wochen war viel von Missbrauch die Rede, begangen – Gott sei es geklagt! - von Priestern und Ordensleuten. Der Stein kam ins Rollen durch Fälle aus dem Canisius- Kolleg der Jesuiten in Berlin. Und die Enthüllungen gingen weiter. Dies alles hat mich – und sicher auch Sie sehr betroffen gemacht. Erlauben Sie mir deshalb einige Anmerkungen:
1) Der Missbrauch von Kindern ist eine himmelschreiende Sünde und ein abscheuliches Verbrechen, das wie alle Verbrechen geahndet werden muss. Hier soll die Polizei und Justiz Ihren Dienst tun und jede Einzelperson und Behörde ist moralisch verpflichtet, bei der Aufklärung mitzuhelfen. Das gilt natürlich auch für die Kirche. Wo das in der Vergangenheit nicht befolgt wurde, liegt eine Mitschuld vor.
2) In der Öffentlichkeit wird zuweilen die Meinung verbreitet, bis heute vertusche „die Kirche“ Missbrauchsfälle in ihren eigenen Reihen. Das mag es in der Vergangenheit gegeben haben und dafür müssen Menschen Verantwortung tragen. Fakt ist aber auch, daß es in der deutschen Kirche seit 2002 ein „Frühwarnsystem“ gibt, das höchst sensibel, transparent und in Zusammenarbeit mit Polizei und Justiz jedem Missbrauchsverdacht nachgeht.
3) Es wird zuweilen gesagt, daß der Missbrauch in der katholischen Kirche „systemisch“ bedingt sei und in direktem Kontext zum Zölibat der Priester und Ordensleute stehe. Die Zahlen widerlegen diese Sicht eindeutig: es gibt keinen signifikant höheren Prozentsatz von zölibatären Männern die Missbrauch begehen, die Zahl ist eher geringer. Die Täter finden sich in allen gesellschaftlichen Gruppen: Ärzte, Lehrer, Übungsleiter in Sportvereinen …
4) Ein letzter Punkt: Es gab und gibt Missbrauch. Ein abscheuliches Verbrechen, das geahndet werden muß. Barmherzigkeit für die Täter ist fehl am Platz, Gerechtigkeit für die Opfer ist notwendig. Aber ich habe im Blick auf die Berichterstattung der letzten Wochen manchmal den Eindruck, dass es auch den „Missbrauch mit dem Missbrauch“ gibt: Die Kirche als Ganze soll unter den Generalverdacht gestellt werden. Die peinlichen Äußerungen der Justizministerin sind dafür ein gutes Beispiel. Das soll nicht der Relativierung dienen, aber helfen das Gesamt der Problematik im Auge zu behalten.
Liebe Mitchristen,
barmherzig zu sein ist uns aufgetragen, barmherzig ist unser Gott. Da, wo die Barmherzigkeit mit Füßen getreten wird, wo Seelen getötet werden – und das geschieht beim Missbrauch, muss man daran erinnern, daß Gott nicht nur barmherzig, sondern auch gerecht ist. Er wird die am schärfsten richten, denen die meiste Verantwortung gegeben war.
AMEN



