Pfarrgemeinde Maria Himmelskron

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Die Vesperleuchter

Weitere kleine Kunstwerke sind unsere beiden Vesperleuchter. Sie wurden von Professor Hanns Goebl, München, entworfen und von Frau Mathilde Ring, München ausgeführt. Sie sind aus Kupfer gearbeitet und mit Patina versehen und stehen seit Weihnachten 1978 am Hochaltar.

Vesperleuchter sind im Ursprung als Einladungen an die Gemeinde zu sehen, den Herrn auf seinem Lebensweg betend zu begleiten. Sie werden deshalb zu den Gebetsgottesdiensten angezündet.

Acht Stationen aus dem Leben Jesu Christi sind als Relief auf dem Mantel des einen Leuchters angeordnet. Vom Sockel aufwärts erscheint zunächst die Geburt Christi. Maria und Josef sind nur durch ihre Köpfe und Arme angedeutet. Drei Köpfe im Hintergrund weisen mehr abstrahierend auf das Erscheinen der Heiligen drei Könige aus dem Morgenland hin.

Auf der Rückseite ist Jesus als König in Jerusalem einziehend auf einem Esel zu sehen. Frauen verehren ihn.

In einem kleinen Teil des Bildes 3 hat sich der Künstler mit seinem Namen Hanns Goebl und als Teilnehmer an dem Einzug Christi in Jerusalem selbst verewigt.

Auf dem nächst oberen Relief kniet Christus mit seinen Jüngern am Ölberg. Trotz der geringen künstlerischen Mittel kommt die Verlassenheit Jesu zum Ausdruck, wie er betend kniet inmitten seiner schlafenden Jüngern.

Majestätisch hervorgehoben ist Jesus in der Darstellung des Abendmahles. Seine Gestalt beherrscht das gesamte Bild, während die Apostel nur durch ihre Köpfe markiert werden. Als Vollfigur steht am Rande des Reliefteils Judas mit dem Beutel voll Silberlingen in der Hand.

Christus trägt das schwere Kreuz. Auch diese Station aus dem Leben Jesu ist mit markanten Konturen herausgehoben. Zwei Soldaten treiben ihn zur Eile an.

Die Kreuzigung stellt Christus am Kreuz mit seiner Mutter Maria und Johannes seinem Lieblingsjünger dar. Die beiden Schächer am Kreuze sind so weit nach der Seite geschoben, dass man um den Leuchter gehen muss, um sie im einzelnen zu betrachten. Das Bild drückt den großen Schmerz und die Trauer der Betroffenen aus.

Die Grablegung Christi scheint zerrissen. Nur schwer kann man die Mutter Maria unter den anwesenden Frauen ausmachen.

Im obersten Relief ist der Sieger über Leben und Tod, der auferstandene Heiland, Christus auf Wolken, dargestellt. Hier ist seine Figur im Vergleich zu allen Darstellungen am stärksten dargestellt, aus dem Kupfer hervorgehoben. Durch eine geschickte Bildaufteilung und vergleichsweise gute Ausarbeitung aller Einzelheiten erscheint die Auferstehung als das den Leuchtern beherrschende Bild.

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