Pfarrgemeinde Maria Himmelskron

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Geschichte der Pfarrgemeinde

Zum Zeitpunkt des Baues der Pfarrkirche St. Cäcilia in Heusenstamm, ca. um das Jahr 1750, lebten in Heusenstamm ungefähr 500 Menschen. Bereits vor dem 1. Weltkrieg hatte das Dorf Heusenstamm um die 2.800 Einwohner, die zum weitaus größten Teil katholisch waren. Die Zahl der Einwohner hat sich bis zum 2. Weltkrieg weiter auf etwa 3.500 Personen erhöht.
Die Pfarrkirche St. Cäcilia mit ihren 220 Sitzplätzen reichte bei weitem nicht mehr aus. Viele Gottesdienstbesucher mussten während der Gottesdienste an normalen Sonntagen stehen, weil die Sitzplätze alle belegt waren. Ganz besonders schlimm war diese Situation an Feiertagen, wie Weihnachten, Ostern, Pfingsten.
Bereits vor dem 2. Weltkrieg hatten deshalb die Verantwortlichen den Bau einer 2. Kirche beschlossen. Dieses Gotteshaus sollte auf dem Gelände, das der Pfarrei St. Cäcilia gehörte und zwischen der Hohebergstraße und der Schönbornstraße lag, errichtet werden und so wurden damals bereits Haussammlungen für das 2. Gotteshaus durchgeführt. Nationalsozialismus und die Kriegsjahre verhinderten dieses Projekt. In dieser Zeit war an den Bau einer Kirche nicht zu denken. Mit der Währungsreform im Jahre 1948 verloren die bis dahin für den Kirchenneubau angesparten Mittel ihren Wert.
Die Entwicklung der Bevölkerung in Heusenstamm schritt weiter fort. Inzwischen wohnten nahezu 5000 Menschen hier, davon mehr als 3.200 Katholiken.
Anlässlich der Firmung im Jahre 1954 äußerte Bischof Dr. Albert Stohr den Wunsch, doch baldigst mit dem Bau der zweiten Kirche zu beginnen, da die herrliche Barockkirche für die Gläubigen in Heusenstamm zu klein sei.
Mit Schreiben vom 05.02.1955 „verordnete“ das Bischöfliche Ordinariat in Mainz mit folgenden Worten den Bau der Kirche:
„Da die seitherige Kirche St. Cäcilia zu klein ist, sonntäglich sehr viele Kirchenbesucher stehen müssen, soll alsbald eine zweite Kirche erbaut werden. Ein zweiter, selbständiger Seelsorgebezirk soll abgetrennt werden. Die Bahnlinie Offenbach-Dietzenbach soll die Grenze zwischen beiden Bezirken sein.“
Die Mitglieder des Kirchenstiftungsrates von St. Cäcilia und der mit dem Bau beauftragte Pfarrer Hofmeister erteilten Architekt Carl Müller aus Offenbach den Auftrag, einen Plan für die neue Kirche zu entwerfen. Der von diesem Gremium akzeptierte Entwurf wurde am 27.02.1955 dem Bischöflichen Ordinariat vorgelegt und von dieser Stelle genehmigt.
Nach dem Willen der Mitglieder des Kirchenstiftungsrates sollte die neue Kirche „Maria Königin“ heißen.
Mit Schreiben vom 12.08.1955 teilte jedoch Bischof Stohr mit, dass er den mittelalterlichen Namen „Maria Himmelskron“ wünsche, im Lateinischen „beatae Mariae virginis reginae“. In diesem Brief betonte der Bischof noch einmal, wie sehr ihm der Bau der neuen Kirche am Herzen liege, da die historische Kirche von Balthasar Neumann aus Gründen des Denkmalschutzes nicht erweitert werden könne.
Der Kirchenstiftungsrat beschloss, die Kirche im weitgehend noch unbebauten Gebiet im Westen des Dorfes zu bauen. Dabei diskutierten die Mitglieder, ob der Neubau auf dieser Seite der Ringstraße oder auf der anderen Seite errichtet werden solle. Man entschied sich für den Bau auf dieser Seite.
Die Ringstraße, die heute im Zentrum unserer Stadt liegt, sollte, nach den damaligen Überlegungen, die Umgehungsstraße von Heusenstamm sein.

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